

Dieses Projekt fing nicht mit einer Anfrage an, sondern mit einem Song. Ich bin bei Spotify über Andreas Vey gestolpert, habe ihn gefragt, ob ich ihn fotografieren darf, und bekam sofort ein begeistertes Ja. Fotografiert haben wir bei mir im Studio.
Mit Kreativen zu arbeiten heißt, ein anderes Vorgespräch zu führen. Ich wollte nur wissen, was ihn inspiriert und wie er seine eigene Arbeit sieht. Wenn das einmal auf dem Tisch liegt, kann man bis ins kleinste Detail gehen und die Ideen gleichzeitig enger fassen. Genau dadurch entfalten sie sich tiefer, statt sich zu verlaufen.
Die Farbe, die ihn bei seiner Musik beschäftigte, war Blau. Also habe ich das Shooting um Blau herum gebaut: blaues Licht, blauer Hintergrund, blaue Hände, die aus dem Dunkeln nach vorn greifen.
Nur klappt eben nicht immer alles, und das war mein Problem: Ich habe keine blaue Blume gefunden. Der erste Gedanke war, eine einzufärben. Das Veto kam von Freunden, die sofort sahen, dass es diese Gerbera in Blau gar nicht gibt. Also blieb sie rosa.
Am Ende war genau dieser Farbklecks das, was das Projekt zusammengehalten hat. Kein aufgesetztes, überbearbeitetes Bild, sondern Natur, so zerbrechlich wie wir selbst. Das passt zu Andreas: eine weiche Seele, die trotzdem ganz genau weiß, was sie will.


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