

Silber ist laut. Es wird gesägt, gefeilt, erhitzt, abgeschreckt, poliert. Bevor ein Ring aussieht wie ein Ring, ist er stundenlang ein Stück Metall, das sich wehrt. Genau diesen Teil sieht niemand, der später den fertigen Schmuck in der Hand hält.
Lisa Lankes macht unter dem Label Lankes Gems handgefertigten Silberschmuck aus 925er Sterlingsilber. Sie hat Fotografie studiert, bevor sie das Goldschmieden gelernt hat, und man sieht es. Ihre Stücke sind nicht auf Perfektion getrimmt, sondern auf Charakter. Praising the flawless imperfection steht auf ihrer Seite, und das ist keine Floskel, sondern die Ansage. Gefertigt wird in Berlin-Ibiza, made to order, dazu Custom-Stücke, die im Gespräch mit den Kundinnen entstehen. Ihre Formen holt sie sich aus Natur, Menschen und Kultur, aus der rohen Energie Berlins genauso wie aus dem Licht auf Ibiza.
Jede Werkstatt bringt ihr eigenes Licht mit, und ich entscheide, was ich davon brauche. Hier war die Antwort: eine Leica, manueller Fokus, Aufsteckblitz direkt nach vorn, ohne Diffusor. Direktblitz also, der Look aus alten Reportagen: harte Schatten, klare Kanten, ein kurzer heller Moment mitten in der Bewegung. Das Blitzlicht friert den Funkenflug und den Staub ein, und weil es hart ist, zeigt es jede Kerbe im Metall und jede Spur an ihren Händen.
Manuell fokussieren heißt bei so einer Kamera: vorher entscheiden, wo die Schärfe liegt, und dann warten, bis die Szene dorthin kommt. Das zwingt zur Ruhe. Man drückt seltener ab und schaut länger hin. Für eine Werkstatt, in der jeder Schritt Handarbeit ist, hat sich genau das richtig angefühlt. Oldschool, dokumentarisch, ohne Aufbau.
Lisa ist meine beste Freundin, und ich trage seit Jahren ihren Schmuck. Vielleicht sieht man das den Bildern an. Man geht anders durch eine Werkstatt, wenn man den Menschen darin kennt.













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