
Man muss durch die Küche, um auf die Bühne zu kommen. Kein Bild, sondern der Weg, und an diesem Abend im Punchline Club war die Küche auch mein Studio. Ich war vor Mario Adrion da und hatte mit einem ruhigen Abend gerechnet.
Dann wurde der Green Room voll. Wer aus Deutschland kommt, in den USA Karriere macht und zurückkommt, sieht in diesen Tagen alle wieder.
Fotografisch hieß es: zwei Fenster, zwei Kameras, zwei Orte. Vor der Show die Küche, hell, gekachelt, Neonlicht von oben, ein Raum, der nichts schönredet und genau deshalb funktioniert. Nach der ersten Show der Gang zur Bühne, dunkel und eng, das Licht nur noch von der Seite. Zwei Räume, zwei Temperaturen, dazwischen ein Mensch, der gerade einen ganzen Saal zum Lachen gebracht hat.
Beim Portrait im Gang wollte ich hart werden. Klare Kante, ernster Blick, die Strenge, die man Deutschen gern andichtet. Für mich stand er in diesem Moment für genau das Bild, das man drüben von Deutschen hat: diszipliniert, unbewegt, kein Lächeln. Ich habe das einmal ernst genommen, wissend, dass zwei Sekunden später wieder gelacht wurde. Genau dieser Abstand macht das Bild.










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