

Ein neues Programm braucht ein neues Bild nach außen. Moritz Hohl stand kurz vor der nächsten Show und brauchte Motive, mit denen sich ein kompletter Auftritt bewerben lässt: Plakat, Flyer, Social Media, alles aus einer Session.
Der Job kam über eine Empfehlung von Phillip Kam, nach dem Cover-Shooting für Dicke Luft. Fotografiert haben wir im selben Studio. Viel Zeit war nicht, Moritz musste danach direkt weiter.
Was genau er wollte, war schwer aus ihm herauszubekommen. Das klingt nach einem Problem, war aber eine Einladung: Ich hatte freie Hand und habe fast alles mitgenommen, was an Licht im Studio stand. Harte Kante vor Schwarz für die ruhigen Bilder, sauberes Blau für die offenen, eine weiße Wand für den Zwischenton. Jedes Setup eine eigene Temperatur, damit am Ende genug Material da ist für alles, was so ein Programm braucht.
Gekippt ist es, als ich das Ultraweitwinkel rausgeholt habe. Von oben, sehr nah, eine Perspektive, die einen Menschen gleichzeitig groß und verloren wirken lässt. Beim ersten Blick auf das Display war klar, dass das sein neues Bild wird. Zwischendurch habe ich trotzdem die ruhigeren, ernsteren Momente mitgenommen, weil ein Comedian eben nicht nur der Comedian ist.
Zwischen den Setups haben wir über Gott und die Welt geredet. Moritz ist schlagfertig, aber nicht laut damit. Er hört zu und kann eine fremde Ansicht erstaunlich schnell nachvollziehen, auch wenn sie seiner widerspricht. Aus dem Shooting wurde dann mehr als ein Satz Bilder: Ich habe im Anschluss auch die Grafiken und das Layout für Flyer und Posts gebaut und ihn später bei seiner ersten Live-Aufnahme begleitet.








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