



“Ey, so eine Kamera hab ich auch! Soll ich ein Foto von euch machen?”

2024 war ein Jahr voller Abenteuer: Lea, ich und unser Dachzelt auf dem Mini – einmal quer über die Alpen bis ins südlichste Italien. Am Anfang der Reise war ich noch ziemlich aufgeregt, oben im Dachzelt zu schlafen. Doch mit jeder Etappe wurde mir klar: Wir waren nicht allein. Egal, wo wir hinkamen, wir hatten tolle Gespräche und bekamen Unterstützung – mehr, als ich je erwartet hätte.
Unterwegs mit dem Mini war eine ganz eigene Erfahrung. Weil das Auto so tief liegt, musste ich extrem aufpassen, wo ich langfahre, und mich ständig ducken, um nicht gegen das Dachzelt zu rennen – ein kleines Manko, aber verschmerzbar. Viel cooler war der eigentliche Vorteil: Wir schliefen immer etwas erhöht, fern von Feuchtigkeit, Insekten oder anderen Überraschungen, die ein Bodenzelt so mit sich bringt.
An besonders schönen Orten blieben wir einfach länger, um wirklich anzukommen. Das Einzige, was uns irgendwann weitergetrieben hat, war ein leerer Akku oder das schwindende Essen. Und genau darum drehte sich oft der ganze Tag: ums Kochen und ums Camp einrichten. Keine Meetings, keine ständige Erreichbarkeit, kein Social Media. Und wenn doch, dann bewusst. Der Rest der Zeit saßen wir in der Natur, haben gelesen, uns unterhalten oder einfach nur den Moment genossen. Ich war oft mit der Leica unterwegs und habe viel fotografiert – unter anderem diese Bilder.
Diese Reise hat mir gezeigt, wie wertvoll es ist, sich Zeit zu nehmen – für Orte, für Erlebnisse und vor allem für sich selbst. Es ist erschreckend, wie oft wir im Alltag versuchen, unsere Kalender immer voller zu machen, um noch effizienter zu sein. Dabei vergessen wir, einfach mal anzuhalten.
Diese Erkenntnis nehme ich mit. Und jetzt?
Ab ins nächste Abenteuer.


















